Frank Oesterheld
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Extremsportler |
Triple - Ironman die III
Frank Oesterheld the best starter of Germany 2009
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Zunächst wollte ich im Juni beim 6 Tagelauf von Hamm starten, doch 3 Wochen vor dem Start wurde er aus organisatorischen Gründen abgesagt!
Da war ich natürlich sehr enttäuscht , da ich mein ganzes Training hierauf abgestimmt hatte.
Mit guten Vorzeichen 100Km Nachtlauf in 10:10 Std. gesamt 2. ,drei Wochen später 24h Lauf am Seilersee mit 173,8Km gesamt 4.. Also was tun mit meiner Kondition? So rief ich kurzfristig Maike von Orga Team Lensahn an, die mir innerhalb von 3Tagen einen Startplatz beim Triple Iron zusicherte ,obwohl der Wettkampf eigentlich schon ausgebucht war.
Da ich bis dahin, noch keinen Meter geschwommen hatte, wurde ab sofort fast täglich fleißig Bahnen, im Schwimmbad gezogen, zum Teil begleitete mich meine Tochter Jacqueline. Bis Juli konnte ich doch noch 70 geschwommene Kilometer vorweisen.
Da ich normalerweise nach dem 6 Tagelauf in Hamm noch das 1200Km Radevent in Bayern fahren wollte, hatte ich bis dahin Gott sei Dank viele Radkilometer gesammelt! Unter anderem bin ich die Serie 200Km, 300Km, 400km und 600Km Nonstop in Wankum , beim Michael Koth gefahren.
Jetzt ging es nur noch um meine Betreuung ,tja nicht einfach so kurzfristig! Da boten sich meine Frau Michaela, mein Hund Buddy, meine Tochter Jacqueline und Ihr Freund Thomas an mich zu betreuen. So wurde der Urlaub nach Lensahn verlegt.
Am Donnerstag vor dem Start war die Vorstellung der Athleten und Pastaparty für alle !
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Wettkampftag
Um 7:00 fiel der Startschuss im Schwimmbad. Nun hieß es 228x50m
Bahnen zu schwimmen. So zog ich meine Bahnen und bekam alle 1000m meine Flasche
mit Malte gereicht! Trotz dem wenigen Schwimmtraining lief es ganz gut, mit
meinem Kacheln zählen,so das ich nach 3:49 Std. mit neuer persönlichen Bestzeit
das Becken verlassen konnte! Meine Tochter nahm mich am Schwimmbecken in Empfang
und zog mir schon im gehen den Neoprenanzug vom Leib (typisch Frau) !
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Hiernach ging es ab auf das Rad, für die nächsten 540Km!
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Das Wetter war bis dahin OK , meine Beine fühlten sich gut an. So spulte ich Runde für Runde mit einem möglichst rundem Tritt ab. Meine Frau ,meine Tochter und ihr Freund versorgten mich mit Allem was ich benötigte. Wie z.B. beim Tacho-Stand von 200km bekam ich meine gewünschten Nudeln mit Tomatensauce.
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Nach dem Essen und einem Schluck Cola, gab es einen Kuss und einen Klapps von meiner Frau auf den Po zur Aufmunterung! So war ich wieder auf der Strecke , mein Hund Buddy bellte in jeder Rund wenn er mich sah vor Freude!
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Wie es dämmerte machte
ich mich und das Rad für die Nacht parat. Nun wurde auch die
Betreuungs-Strategie für die 1. Nacht, in meiner Familie besprochen! Meine
Tochter und ihr Freund Thomas, gingen in der Pension Milbrodt zum Schlafen
,meine Frau wachte in der 1.Nacht über mich!
Um 11 Uhr am nächsten Morgen sollte dann die Wachablösung kommen. So
verging die Nacht mit trampeln und nochmals trampeln. In den Morgenstunden gab
es dann auch pünktlich, die morgendlich Dusche !
(Siehe unten das Bild)
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Um 8 Uhr in der Früh stieg ich ,nach gut 20
Std. im Sattel, von meinem Rad. Hiernach gönnte ich mir eine warme Dusche, zog
meine Laufsachen an um meine 126,6Km unter den Füßen zu nehmen. Der Erste
Marathon lief ganz gut, obwohl ich noch ein wenig steif von der Nacht war!
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Nach dem 2.Marathon ließ ich mich massieren,
dass tat richtig gut. Aber leider fing mein Magen an zu rebellieren. Was sich in
Krämpfen und im weiteren Verlauf mit Durchfall äußerte! So konnte ich nur eine
Suppe mit Brötchen zu mir nehmen......
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Egal es musste weitergehen, den letzten Marathon werde ich auch noch nach Hause bekommen! Hervorzuheben ist Jacqueline und besonders Thomas, der in jeder Runde die ich am Zelt vorbeikam, aufsprang und mich fragte:"Brauchst Du was?" Was ich meist verneinte.
Sehr hilfreich war ,dass meine Frau mich jetzt im Dunkeln auf dem Rad begleitete. Sie spornte mich an "Du kannst es unter den Top Ten schaffen!" Dann musste sie wieder vor dem WC auf mich warten, und es ging weiter. Zwischenzeitlich stolperte ich über eine Steinplatte, aber außer dem Schreck passierte mir nichts . So war ich wieder hell wach.
Den letzten Marathon habe ich nur mit eine halben Liter Cola und ein paar Salzstangen bestritten, mehr war durch meine Magenprobleme nicht drin. Weil ich jetzt soviel Zeit auf dem WC verbrachte habe, verspielte ich meinen bis dato gehaltenen 7. Platz an einen Engländer. Aber viel Zeit nahm er mir nicht mehr ab, denn ich war in den letzten Runden.
Dann war es soweit, die letzte Rund wurde nun entgegengesetzt gelaufen, mit der
Deutschlandfahne und meiner Familie außer unserem Hund, der musste vorher
schlafen gehen.
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Es war ein tolles Gefühl den Respekt und die
Glückwünsche der Athleten auf der Strecke entgegen zu nehmen. So gegen 3 Uhr
morgens überquerte ich die Ziellinie nach 44:05 Std. Wettkampf ! Als 8. Gesamt
und als bester Deutscher Starter in einem Weltcup Rennen, ich war überglücklich
außer den Magenproblemen gesund ins Ziel gekommen zu sein.
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Auf dem Bild: Links meine Frau , ich, meine Tochter und ihr Freund Thomas |
Nach einem Erdinger und einer Dusche ging es
ab ins Bett, wo ich bei Licht und einer Wasserflasche in der Hand einschlief.
Das erzählte mir morgens jedenfalls meine Frau!
Der Magen hatte sich beruhigt und mir ging es soweit ganz prima. Somit gingen
wir an der Wettkampfstrecke frühstücken und feuerten die Athleten an, die noch
finishen wollten!
Am Nachmittag war dann Siegerehrung , was wieder ganz feierlich zelebriert wurde.
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Meinen bisher größten Erfolg in Lensahn , verdanke ich meiner Tochter, meiner Frau und Thomas, die mich über einen so langen Zeitraum selbstlos betreuten und mich bei Laune gehalten haben!
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Widmung für Thomas Simon:
Er verstarb am 08.02.10, bei einem nicht verschuldeten furchtbaren Verkehrsunfall.Ich werden Ihn immer in guter Erinnerung ,als liebenswürdigen, netten , hilfsbereiten und sympathischen aufgeweckten jungen Mann bewahren !