Frank Oesterheld
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Extremsportler |
Triple –Ironman 2006
11,4 Km Schwimmen 540Km Radfahren 126.6Km Laufen
Alles hintereinander Nonstop!
Nachdem ich im Jahr
2005 bei der Firefighter-WM meinen ersten Ironman in Roth in 11:19
Std. gefinisht hatte, bekam ich Lust auf ein neue Herausforderung.
Da der Double Ironman nur in Österreich und Kanada angeboten wurde,
entschied ich mich für den Triple-Ironman in Schleswig-Holstein.
Nach 9 Monaten hartem Training, bei dem ich viele Rad-, Schwimm- und
Laufkilometer absolvierte, war es endlich soweit. Am 28.07. startete der
Triple-Ironman Lensahn. Über den Wettkampf hat mein Freund und Betreuer
Andreas Spieckermann (Spike) einen Bericht verfasst.
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Das ist mein Betreuerteam. |
Drei mal Eisen bitte, Frau Lange !
Wir reden über 226 Bahnen Schwimmen im 50 Meterbecken (11,4Km) 67Runden zu 8,3Km Rad (540Km) und 96 Runden Laufen (126,6Km).
Nachdem wir ankamen, wurde erst einmal die Homebase aufgebaut, mit Zelte, Kocher und was man sonst so benötigt über so einen langen Wettkampf. Dieser Wettkampf in Lensahn, ist in Europa einer der Härtesten.
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Morgens um 7 Uhr fiel pünktlich, der
Startschuss und Frank war im Wasser. Er spulte seine Bahnen ab, wie ein
Uhrwerk.
Ab und zu trank er etwas. So ging das Stunde um Stunde, bis er endlich
nach 3:58 Std. aus dem Wasser kam und ohne Mühe ein Interview mit dem
NDR führte.
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Er trocknete sich in Ruhe ab, nahm sein Wettkampfrad und verschwand auf der Straße. Wir wussten, den sehen wir nicht so schnell wieder. Er fuhr und fuhr ohne große Pause zu machen. Zwischendurch bekam er, von uns kleine Snacks wie z.B. Bifi, Toast mit Käse etc. gereicht.
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Irgendwann abends, nach gut 200 km, bekam Frank eine Zwangspause verordnet. Es wurden jetzt von ihm erst einmal Nudeln verspeist. Danach wurde er müde, doch nach hinten raus, sollten für ihn die Kohlenhydrate noch wichtig werden.
So fuhr er in die
Nacht hinein. Irgendwann gesellte sich Addi (er begleitete 2005 Astrid
Benöhr) zu ihm und fuhr Runde um Runde mit Frank durch die Nacht.
Mitten in der Nacht fiel mir auf, dass Frank ganz komisch vom Rad
abstieg und rumwackelte wie John Wayne. Keiner dachte sich etwas dabei,
schließlich war es sein gutes Recht nach den bisherigen Strapazen.
Unsere Alarmglocken hätten schrillen müssen, aber hinterher ist man ja
bekanntlich immer schlauer.
Durch die andere Rahmengeometrie seines Wettkampfrads hatten sich die
Adduktoren in der Leiste verkürzt. Man hätte sie nur ab und zu dehnen
müssen, da wäre nichts passiert. Das kostete Frank zum Schluss mehrere
Fußnägel, weil er sich dadurch in eine Schonhaltung zwang, die sich auf
die Füße auswirkten.
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Es begannen die Laufrunden.
Dafür hatten wir extra eine Art Erinnerungs-Mäppchen angefertigt. Jede
Runde wurde so visuell abgehakt. Im Laufe der Nacht hatte ich gemerkt,
dass Frank doch ganz genau darauf geachtet hat, dass wir die Runden auch
nachhielten. Wenn er spitz gekriegt hat, dass wir uns vertan hatten,
reklamierte er sofort.
Zwischendurch kamen fiele Faxe und E-Mails von Kollegen, Freunden und
natürlich von seiner Familie. Der Veranstalter hatte extra einen Service
dafür eingerichtet. Jeder Eintrag im Gästebuch wurde ausgedruckt und dem
Team des Athleten überreicht.
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Am Anfang hatte Frank Schwierigkeiten
ins Laufen zu kommen.
Unser Masseur Dominik knetete die knüppelharten Adduktoren von Frank
weich. Irgendwann hatte er den Schmerz vergessen oder ausgeblendet und
machte Rund um Runde. Frank hatte keine weiteren Probleme. Dann wurde es
allmählich dunkel (2. Nacht) und er wirkte ein bisschen frustig. Von da
an lief ich solange neben ihm her, wie ich konnte.
So liefen und gingen wir Stunde um Stunde in die Nacht. Doch irgendwann
konnte ich selber nicht mehr laufen. Ab da löste mich Dominik ab und ich
legte mich schlafen. Als Frank irgendwann im Gehen einschlief und
beinahe gegen einen Baum gelaufen wäre, hat Dominik die Notbremse
gezogen und ihn in seinen Kombi eine Stunde zum Schlafen gelegt.
Danach wurde er von Stephan geweckt und der lief mit ihm die letzten 24
Runden bis ins Ziel. Dabei zog sich Stephan selbst Blasen an den Füßen
zu.
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Der Morgen brach an und Frank sah
gelangweilt aus. Wahrscheinlich hatte er es satt, ständig die gleiche
Runde zu laufen. Er wollte diesen Pokal und wir wollten ihm helfen, ihn
zu bekommen. Dann gegen Mittag war das Ende für Frank sein Wettkampf
abzusehen.
Alle zusammen begleiteten wir Frank bei seiner letzten Runde. Er kam als
19. mit 54:24:27 Std. ins Ziel und wurde anschließend vom
Renndoktor im Sanitätszelt behandelt.
Schließlich legten wir den warmgelaufenen Eisenmann bis zum Beginn der
Siegerehrung zum Schlafen in einen kühlen Keller.
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Es war ein Traum von Frank, diesen Wettkampf zu finishen und den hat er sich erfüllt.