Frank Oesterheld
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Extremsportler |
100 Km Nachtlauf Rotenburg
am 03.04.2009
Die Anfahrt
Am 03.04.09 fuhr ich mittags
mit meiner Tochter Jacqueline und meinem Freund Spike nach Rotenburg an der
Fulda. Die Fahrt war mit vielen Staus und Sperrungen verbunden und war dadurch
sehr anstrengend. Um 17:30 konnte ich dann endlich die Startunterlagen entgegen
nehmen. Bei einem nahe gelegenen Italiener wurde abschließend noch einmal eine
anständige Portion Pasta gegessen.
Hiernach errichteten Spike und Jacqueline mein Verpflegungstisch direkt an der
Laufstrecke. Ich ruhte mich unterdessen aus und bereitete mich mental auf den
Wettkampf vor.
Die Strecke
Die zu laufende Strecke verlief in Schleifen im Bereich des Schlossparks von
Rotenburg a.d. Fulda, zwischen dem Schloss, einer Straße und dem Ufer der Fulda.
Jede Runde zählte 1145 Meter.
Bis auf einen kurzen Abschnitt, auf dem mit Kopfstein gepflasterten Schlosshof,
waren die Wege geteert, abwechslungsreich und nahezu flach. Lediglich zum
Schlossplatz hin ,war eine kleine Steigung zu nehmen, die nach und nach doch
einiges an Kraft kostete.
Jede durchlaufene Runde wurde zum Zeitpunkt ihrer Beendigung von einem
Rundenzähler für
die Wertung zum 100-Kilometer-Lauf
protokolliert.
Das Rennen
Am
Freitagabend, pünktlich um 22 Uhr ertönte das Startsignal für die 100-km- bzw.
12-Stunden-Läufer. Nun setzte ich mich in Bewegung und erkundete auf den ersten
Runden die Strecke. Es zeigte sich, dass sich an mehreren Stellen der Strecke
Bodenwellen durch Baumwurzeln gebildet hatten, die sehr schnell zu Stolperfallen
wurden.
Im Bereich eines Wandelganges war der Weg mit Natursteinplatten gelegt, was
wiederum auch ein konzentriertes Laufen erforderte. Beleuchtet war der Weg mit
einigen wenigen Grablichtern an markanten Stellen der Strecke, denn etwa von
1:30 Uhr bis 5:30 Uhr war das Erlöschen der Straßenlaternen im Schlosspark
angekündigt.
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So drehte ich meine Runden wie ein Uhrwerk.
Die Stimmung war wie die Nacht “ruhig“, man hörte sich nur selbst atmen und
laufen. Jede 4. Runde wurde mir eins der Getränke gereicht, die ich zu Hause
vorbereitet hatte. Meine Tochter Jacqueline und Spike zählten jede einzelne
Runde an einem selbst gemachten Zahlenbuch.
So wusste ich immer, wie viel Runden ich noch vor mir hatte.
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Nach 20 Runden übernahm ich den 3. Platz und nach weitern 10 Runden den 2.
Platz. Zum Schluss hatte ich den Vorsprung, des Führenden, von 4 auf 1 Runde
reduziert.
Bei Km 90 konnte ich aber nicht mehr kontern, die Muskeln gaben nichts mehr her.
Somit sicherte ich mir den 2 Platz und war glücklich als ich im Ziel
ankam.
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Meine persönliche Bestzeit im 100Km Lauf habe ich somit um 46 Min. verbessert und gleichzeitig die Qualifikation für den Ultralauf Spartathlon erreicht. Von den 33 anfänglich gestarteten Athleten erreichten nur 17 die 100Km Marke!
Ein besonderen Dank gilt meiner Tochter Jacqueline und meinem Freund Spike, die mich über die ganze Nacht bei Laune hielten und mich gut versorgten.
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Meine Tochter Jacqueline Mein Kumpel Spike